Paris, die Stadt der Liebe
Warum gilt Paris als Stadt der Liebe? PLEIN PUBLIQUE taucht ein in die Geschichte der französischen Romantik, von geheimen Verstecken bis zur berühmten „Le Mur des Je t’aime“.
Paris verdankt seinen Ruf als „Stadt der Liebe“ mittelalterlichen Treffpunkten, der Kabarettkultur des 19. Jahrhunderts und romantischen Orten wie der Pont des Arts, der „Mur des Je t’aime“ in Montmartre und dem Kino Ciné 13.
- Bekannte Orte
- Die „Mur des Je t'aime“, Pont des Arts, Ciné 13
- Liebesschlösser...
- Im Jahr 2015 wurden über 45 Tonnen Vorhängeschlösser von der Pont des Arts entfernt
- Spitznamen für Paris
- Stadt des Lichts, Stadt der Mode, Stadt der Liebe
- Liebesmauer
- >250 Sprachen und Dialekte in Montmartre
Klischee, Touristenfalle oder doch historisch begründet? PLEIN PUBLIQUE geht der Frage nach, warum Paris eigentlich als Stadt der Liebe gilt.
Paris trägt gleich drei berühmte Beinamen: Stadt des Lichts, Stadt der Mode und natürlich Stadt der Liebe. Vor allem Letzterer beflügelt die Fantasie. Erst recht jetzt, wo der Valentinstag vor der Tür steht und uns die Angebote für romantische Städtetrips nach Paris nur so um die Ohren fliegen.
Neugierig, wie wir nun einmal sind, wollen wir natürlich ganz genau wissen, woher dieser Ruf als „Stadt der Liebe“ eigentlich kommt. Mit ganz viel Liebe recherchiert, versteht sich. ;)
L'AMOUR SECRET
Frische Liebe ist zerbrechlich und Klatsch und Tratsch gab es schließlich schon immer. Aber wie lernt man einen potenziellen Geliebten näher kennen, ohne dass der eigene Ruf schon vor dem ersten Kuss dahin ist? Ganz einfach: indem man sich den neugierigen Blicken der Öffentlichkeit entzieht.
Heute kaum vorstellbar, aber im Mittelalter war Paris von zahlreichen Wasserläufen und Kanälen durchzogen. Perfekte Rückzugsorte also für frisch Verliebte, weit weg von neugierigen Blicken und den Klatschbasen am Ufer.
So konnte die junge Liebe auf dem Wasser ganz ungestört erblühen, und das quer durch alle gesellschaftlichen Schichten. Heimlich, unverfälscht und herrlich unschuldig.
L'AMOUR OHLALA
Um 1850 änderte sich die Stimmung: Aus unschuldiger Romantik wurde es zunehmend frivol. Die Industrialisierung zog Tausende Arbeitskräfte, Männer wie Frauen, nach Paris und mit der wirtschaftlich florierenden Metropole entwickelte sich auch eine herrlich freizügige Atmosphäre.
Die berühmte Pariser Romantik bekam eine pikante Seite, das Nachtleben wurde ausgelassener und erotisch angehauchtes Kabarett, man denke nur an das Moulin Rouge, kam groß in Mode. Auch die käufliche Liebe gehörte zum Pariser Leben und übte nicht zuletzt auf Dichter, Schriftsteller und Künstler eine gewisse Faszination aus.
Voilà, da haben wir sie: die berühmte sinnliche Atmosphäre von Paris. Romantik mit einer gehörigen Portion Oh là là.
KULTKLASSIKER DER LIEBE
Paris atmet Liebe in all ihren Formen. Mal verborgen, mal ganz offen und überschwänglich. Auf der Straße, vor einem Café oder in einem flüchtigen Kuss, der überhaupt nicht inszeniert wirkt.
Seit Generationen bildet die Stadt die Kulisse für Bilder, in denen Romantik ganz selbstverständlich erscheint. Ob echt oder inszeniert, die Grenzen verschwimmen. Was bleibt, ist das Gefühl: intim, verspielt und ein bisschen geheimnisvoll. Genau so, wie Paris sein soll.
Let’s keep the magic alive.
(S)LOTS OF LOVE
Der Ort, an dem Verliebte ihre Liebe zumindest bis 2015 symbolisch besiegelten: mit einem Vorhängeschloss samt Liebeserklärung am Brückengeländer. Doch die überaus romantische Idee wurde schließlich Opfer ihres eigenen Erfolgs. Unter der Last von rund 700.000 Liebesschlössern mit einem Gesamtgewicht von mehr als 45 Tonnen drohte das Geländer buchstäblich zusammenzubrechen. Oh là là.
2015 wurden die Geländer samt Schlössern entfernt und durch Glaswände ersetzt. Da muss man schon ziemlich erfinderisch sein, um hier noch ein Liebesschloss unterzubringen. Und auch alternative Plätze kommen und gehen aus demselben Grund. Die Pont de l’Archevêché bei Notre-Dame ist inzwischen ebenfalls keine Option mehr.
Ist die ewige Liebe also aus der Mode gekommen? Mais non! Man muss heutzutage nur ein bisschen kreativer werden, wenn man sie irgendwo verewigen möchte.
L'AMOUR & LE MUR
Die Idee für „Le Mur des Je t’aime“ im Pariser Viertel Montmartre stammt von Frédéric Baron, einem multidisziplinären Künstler und geborenen Romantiker. Die Mauer ist mit emaillierten Tafeln bedeckt, auf denen „Ich liebe dich“ in mehr als 250 Sprachen und Dialekten aus aller Welt zu lesen ist.
Auch deine eigene Liebeserklärung kannst du auf der Website der „Mur des Je t’aime“ hinterlassen.
(HALB-)GEHEIME PARISER ADRESSEN, DIE DU DIR MERKEN SOLLTEST
Kino CINÉ 13, 1 Avenue Junot
„Emily in Paris“, „Die fabelhafte Welt der Amélie“: Kino und Paris sind einfach wie füreinander geschaffen. Du bist in Paris und hast Lust auf einen Film? Wir wissen zwar nicht, warum du ausgerechnet in der Stadt der Lichter die Dunkelheit suchst, aber hey, wer sind wir schon? Dann solltest du dir dieses kleine Kinojuwel auf keinen Fall entgehen lassen.
Das Ciné 13 ist ein charmantes kleines Kino, das einem berühmten französischen Regisseur gehört. Im gemütlichen Kinosaal sind die ersten drei Reihen mit Loveseats für zwei bis drei Personen ausgestattet.
Einen Film eng an deinen Lieblingsmenschen gekuschelt anschauen? Pariser Romantik vom Feinsten!
PIZZERIA LE PATIO, 47 Cours de Vincennes, Charonne
Müssen wir noch mehr sagen????
ALLES LIEBE ZUM VALENTINSTAG!
Bisous, Team PLEIN PUBLIQUE
Häufig gestellte Fragen
Warum wird Paris als die Stadt der Liebe bezeichnet?
Paris erhielt diesen Spitznamen aufgrund der mittelalterlichen Wasserwege, an denen sich Liebende heimlich trafen, des im 19. Jahrhundert aufkommenden frivolen Nachtlebens und Kabaretts sowie der romantischen Ausstrahlung vieler Orte in der ganzen Stadt.
Was ist „Le Mur des Je t'aime“ in Paris?
„Le Mur des Je t'aime“ ist eine Mauer in Montmartre, die von Frédéric Baron entworfen wurde und mit emaillierten Platten bedeckt ist, auf denen „Ich liebe dich“ in mehr als 250 Sprachen und Dialekten in Kalligraphie geschrieben steht.
Hängen die Liebesschlösser noch immer an der Pont des Arts in Paris?
Nein, im Jahr 2015 wurden die Geländer mit über 700.000 Vorhängeschlössern (mehr als 45 Tonnen Stahl) wegen Einsturzgefahr von der Pont des Arts entfernt und durch Glaswände ersetzt.
