„Ich habe gelernt, dass nicht alles perfekt sein muss.“ – Nicole Hoefsmit in QEY
Nicole Hoefsmit, Gründerin von PLEIN PUBLIQUE, spricht im Magazin QEY über ihr Unternehmertum, das Loslassen von Perfektionismus und den Aufbau einer zeitlosen, nachhaltigen Modemarke.
PLEIN PUBLIQUE-Gründerin Nicole Hoefsmit im Gespräch mit dem Magazin QEY! Offen spricht sie über den Aufbau einer nachhaltigen Modemarke, die Balance zwischen Beruf und Privatleben und die wertvolle Erkenntnis, dass nicht alles perfekt sein muss, um erfolgreich zu sein.
- Onderwerp
- Interview met Nicole Hoefsmit in QEY magazine
- Oprichtster
- Nicole Hoefsmit (Plein Publique)
- Thema's
- Ondernemerschap, balans, tijdloze kwaliteit & (im)perfectie
- Visie
- Kwaliteit boven kwantiteit & duurzame keuzes
Nach einem Rückschlag wieder aufstehen, weitermachen und sich neu erfinden: Unternehmerin Nicole Hoefsmit weiß genau, was das bedeutet. 13 Jahre lang führte sie das Modelabel Anna Scott. Die Marke war erfolgreich und wurde in 1.500 Geschäften in mehr als 15 Ländern verkauft, musste 2014 aber dennoch Insolvenz anmelden. Nicole entschied sich für einen Neuanfang und gründete ein halbes Jahr später PLEIN PUBLIQUE. Die Marke ist vor allem für zeitlose Klassiker bekannt, darunter Styles aus Merinowolle und mit bretonischen Streifen, und ausschließlich online erhältlich.
“Ich habe gelernt, dass nicht alles perfekt sein muss."
Qey: Warum hast du dich am Anfang für bretonische Streifen entschieden?
„Ich wollte eine Marke gründen, die ich direkt an die Kunden verkaufen konnte, statt nur mit Händlern und Agenturen zusammenzuarbeiten. Deshalb habe ich mich für den Onlinehandel entschieden. Und wenn man online startet, ist es sehr wichtig, sich auf eine Nische zu konzentrieren. Man muss ganz klar zeigen, wofür man steht, sonst wird man online kaum gefunden. Gerade für die Auffindbarkeit bei Google ist das entscheidend. Weil ich mich ausschließlich auf bretonische Streifen konzentriert hatte, wurde die Presse sofort auf die Marke aufmerksam. Das war ein toller Start.“
Qey: Inzwischen verkaufst du mit PLEIN PUBLIQUE auch andere Kleidungsstücke. Warum hast du dich trotzdem dafür entschieden, die Kollektion zu erweitern?
„Natürlich tragen die Leute nicht nur Streifen. Irgendwann hatten wir einen dunkelblauen Pullover mit einem einzigen weißen Streifen am unteren Rand in die Kollektion aufgenommen. Der verkaufte sich so gut, dass ich nach und nach auch andere Styles entwickelt habe, vor allem aus Merinowolle.
Heute konzentrieren wir uns hauptsächlich auf Klassiker, die wir neu interpretieren. Eine schöne weiße Bluse, ein gutes T-Shirt, solche Teile eben. Und die gestreiften Shirts verkaufen sich nach wie vor sehr gut. Manche Styles sind schon seit vier Jahren Teil der Kollektion. Was gut ist, ist gut. Aus diesem Grund machen wir auch so gut wie keinen Sale.“
Qey: Nach Anna Scott bist du der Modebranche treu geblieben. Zwar dieselbe Branche, aber heute führst du ein völlig anderes Unternehmen. Bei Anna Scott hast du hauptsächlich mit Händlern zusammengearbeitet, heute verkaufst du online und direkt an die Kunden. Wie hast du dich in der Onlinewelt zurechtgefunden?
„Ich hatte null Ahnung vom Onlinegeschäft! Ja, wie bin ich das angegangen? Einfach machen. Ich habe Leuten geschrieben und sie angerufen, andere Unternehmer, die ich nicht unbedingt persönlich kannte, und gefragt, ob wir uns einmal austauschen könnten.
Das fand ich schon ziemlich aufregend, aber ich beschloss, die Sache in meinem Kopf nicht größer zu machen, als sie war. Manche antworten nicht, andere sind unglaublich nett und erzählen dir alles.“
Qey: Was ist die wichtigste berufliche Lektion, die du im Laufe deiner Karriere gelernt hast?
„Früher dachte ich, ich sei keine Unternehmerin. Ich habe immer auf andere geschaut und darauf, wie sie die Dinge angehen. Ich konnte andere Menschen regelrecht bewundern und dachte: ‚Wow, die macht das richtig gut und die anderen sind auch unglaublich erfolgreich.‘ Das hat mich manchmal verunsichert, weil ich wusste, dass ich es selbst nie auf diese Weise machen könnte.
Aber viele Wege führen nach Rom und genauso gibt es ganz unterschiedliche Arten von Unternehmern. Letztlich bedeutet Unternehmertum vor allem eines: einfach machen. Und jeder macht es auf seine eigene Art. Natürlich habe auch ich Fehler gemacht, aber am Ende habe ich es geschafft.
Eine weitere Lektion ist, dass nicht alles perfekt sein muss. Viele Frauen denken, und das ist wirklich so ein Frauending, dass wir alles perfekt machen müssen. Aber es muss nicht perfekt sein. Männer sind viel eher nach dem Motto: ‚Wir legen einfach los und schauen, was passiert.‘ Frauen dagegen wollen oft erst, dass wirklich alles stimmt. Das Logo, die Website, die Kleidungsstücke, die Knöpfe, einfach alles muss perfekt sein. Und irgendwann merkt man, dass das gar nicht nötig ist.
Als ich mit meiner Marke angefangen habe, hieß sie Breizh. Ich hatte lange über den Namen nachgedacht und eine Website erstellen lassen. Alles sollte perfekt sein. Schließlich ging die Marke an den Start und lief unglaublich gut. Trotzdem habe ich den Namen nach eineinhalb Jahren geändert, weil er bei den Leuten einfach nicht hängen blieb.
Dabei war ich anfangs felsenfest von diesem Namen überzeugt. Daran sieht man: Man kann sich noch so viele Gedanken machen, aber man darf und kann Dinge auch unterwegs verändern.“
Qey: Wie arbeitet ihr heute bei PLEIN PUBLIQUE?
„Wir sind zu sechst und arbeiten ausschließlich mit Freelancern, die ich je nach Bedarf beauftrage. Ich glaube wirklich an die Vorteile der Zusammenarbeit mit Freelancern. Außerdem lässt sich so sehr gut hybrid arbeiten. Wir sitzen nur selten gemeinsam im Büro.
Als ich vor fünfeinhalb Jahren den Businessplan geschrieben habe, habe ich darin bereits festgehalten, dass ich jederzeit und von überall aus arbeiten können möchte. Ich merke, dass ich morgens besonders produktiv bin und dann offene Aufgaben erledige. Nachmittags kümmere ich mich um andere Dinge. Aber ich arbeite genauso oft abends oder am Wochenende. Mir macht meine Arbeit Spaß, deshalb empfinde ich das auch nicht als Pflicht.
Ich merke, dass auch das Team diese Art zu arbeiten sehr schätzt. Gerade die jüngere Generation kann sich kaum noch vorstellen, ständig im Büro zu sitzen.“
Qey: Welche Ziele hast du für die Zukunft?
„Mit PLEIN PUBLIQUE möchten wir weiter wachsen, zunächst in den Niederlanden und Belgien und anschließend in Deutschland. Besonders schön finde ich es zu sehen, wie zufrieden unsere Kunden mit der Kleidung und unserem Service sind.“
Das Originalinterview findest du auf be-qey.com.
Häufig gestellte Fragen
Wat is de belangrijkste ondernemersles van Nicole Hoefsmit in QEY magazine?
De belangrijkste les die Nicole deelt is dat niet alles perfect hoeft te zijn om vooruitgang te boeken. Het loslaten van perfectionisme geeft ruimte voor creativiteit, groei en een betere balans.
Waarom richtte Nicole Hoefsmit Plein Publique op?
Nicole wilde een modemerk neerzetten dat een alternatief biedt voor fast fashion: tijdloze kleding van hoogwaardige natuurlijke materialen, zoals merinowol, die jarenlang meegaat.
