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Black and white photo of a bald man looking intently through a camera mounted on a tripod.
· September 14 2026· 4 Minuten Lesezeit· Von Nicole

Peter Lindbergh: Der Supermodel-Macher

In memoriam Peter Lindbergh. Entdecke die Geschichte des legendären Modefotografen, der die Supermodels der 90er groß machte und natürliche, unretuschierte Schönheit in den Fokus rückte.

Kurzantwort

Mit Peter Lindbergh verlieren wir einen der einflussreichsten Modefotografen aller Zeiten. Mit purer Schwarz-Weiß-Fotografie und unretuschierten Porträts der Supermodels der 90er definierte er Schönheit neu. Eine Hommage an seine zeitlose Vision!

Onderwerp
Peter Lindbergh
Beroep
Modefotograaf & pionier in zwart-witportretten
Bekend van
Lancering 90s supermodels (o.a. Vogue cover 1990)
Stijlfilosofie
Natuurlijke, ongeretoucheerde schoonheid & karakter

PETER LINDBERGH – EINE NEUE VISION DER FOTOGRAFIE

Team PLEIN PUBLIQUE war auf Exkursion (haha … Exkursion …) in der Kunsthal Rotterdam, um einen Vortrag und eine Ausstellung über niemand Geringeren als Peter Lindbergh* zu besuchen.

„Peter wer?“

Der Name sagt dir vielleicht nicht auf Anhieb etwas, aber seine Arbeiten kennst du garantiert. Peter Lindbergh ist nämlich der Modefotograf, der entscheidend dazu beigetragen hat, den Begriff des Supermodels zu prägen. Supermodels wie Linda Evangelista, Naomi Campbell, Christy Turlington und so weiter. Yep!

Jetzt klingelt’s, oder?

Denn wer hin und wieder ein Modemagazin liest, kennt seine berühmten Fotografien: eindringliche, unverfälschte und charakterstarke Porträts von Supermodels, Schauspielerinnen und Popstars. So ziemlich jeder, der Rang und Namen hat, stand schon einmal vor seiner Kamera.

Äh … jeder? Na gut, sagen wir: jeder mit einem fotogenen Gesicht. Unsere Nachbarin hat schließlich auch Rang und Namen, aber mit ihrem Aussehen schafft sie es in diesen Kreisen vermutlich eher selten in die Schlagzeilen.

Aber im Ernst: Ein Shooting mit Lindbergh garantiert einfach atemberaubende Ergebnisse.


Wie alles begann? Wir bringen dich kurz auf den neuesten Stand.

Peter Lindbergh (geboren als Peter Brodbeck, änderte aber wegen des ziemlich üblen Rufs eines Namensvetters seinen Nachnamen) begann seine Karriere als Fotograf vor allem aus einem Grund: Er musste seinen Lebensunterhalt verdienen. Inspiriert hatte ihn der kommerzielle Erfolg eines Freundes. Mit Fotografie ließ sich schließlich Geld verdienen und von irgendetwas muss man ja leben, oder?

Der Schritt zur Modefotografie kam nach einer Reihe von Aufträgen für die französische Marie Claire. Die liefen richtig gut, kamen hervorragend an und plötzlich flatterten immer mehr Anfragen ins Haus.

Das bedeutete allerdings nicht, dass er für jeden alles fotografierte. Er entwickelte seinen eigenen Geschmack und seinen ganz persönlichen Stil und scheute sich auch nicht davor, einen Auftrag abzulehnen, wenn dieser nicht dazu passte.

Und so kam es, dass er eiskalt einen Auftrag von Vogue ablehnte.

Yep, der Mann hatte Mut. Der Grund? Der Stil von Vogue war ihm einfach zu „Eighties“. Zu viel Farbe, zu viel Haar, zu viel Make-up, zu viel … von allem.

Vogue war davon natürlich not amused. Für wen hielt dieser Typ sich eigentlich? Trotzdem ließen sie nicht locker und fragten immer wieder nach, bis Peter schließlich nachgab.

Aberrr … zu seinen Bedingungen.

Er hatte ein schlichtes, unverfälschtes Konzept im Kopf, bei dem nicht die Kleidung die Hauptrolle spielte, sondern die Models. Heute erscheint uns das völlig normal, damals war es das keineswegs. Vogue akzeptierte seine Idee und ließ ihm freie Hand.

Er ließ einen Assistenten einfache weiße Hemden besorgen, steckte eine Gruppe wunderschöner, aber noch keineswegs top of the bill Models hinein und schrieb mit diesen Bildern Fotogeschichte.

Allerdings nicht sofort. Denn Vogue lehnte die Fotos zunächst knallhart ab.

Nicht wahr!

Doch, tatsächlich!

Eine kleine süße Rache für seine frühere Absage? Wir werden es wohl nie erfahren …

Der große Moment kam erst, als die neue Vogue-Chefredakteurin, eine gewisse A. Wintour, nooooch nie gehört ;-) , die Fotos schließlich doch veröffentlichte.

Und dann brach der Sturm los. Lindberghs Karriere schoss in ungeahnte Höhen und aus den jungen Frauen wurden praktisch über Nacht Supermodels. Eine neue Ära der Modefotografie hatte begonnen.

Oft kopiert, oft imitiert, aber nie erreicht: Es gab und gibt nur einen Peter Lindbergh.

Ganz gleich, wer vor seiner Kamera stand: Sie strahlten, inspirierten, glänzten und ritten mit auf seiner Welle des Erfolgs und Ruhms. Er konnte Karrieren im wahrsten Sinne des Wortes machen oder brechen.

Wusstest du übrigens …

… dass die damals noch relativ unbekannte Linda „Für weniger als 10.000 Dollar stehe ich nicht auf“ Evangelista seine Muse war? Fotogen, wunderschön und erfolgreich, aber das waren viele. Und inzwischen hatte er eigentlich schon jeden Blick und jede Seite ihres Gesichts gesehen.

Peter himself überzeugte Linda davon, ihre langen Haare abschneiden zu lassen, um einen völlig neuen Look zu kreieren. Ein absolutes No-Go in den von Big Hair dominierten Eighties. Doch genau danach schoss ihre Karriere mit einem Mal in astronomische Höhen.

Oder die blutjunge Naomi Campbell, bekleidet mit nichts weiter als einer Reihe silberner Armreifen? Das Foto erschien 1988 in der Vogue Italia und die Ausgabe war in Rekordzeit ausverkauft.

Auch die blutjunge Kate Moss stand schon früh vor Peter Lindberghs Kamera. Madonna hatte keine Zeit, also sprang Kate ein …

Und dann vielleicht ein etwas weniger berühmtes Foto, aber aus ziemlich offensichtlichen Gründen ein persönlicher Favorit von PLEIN PUBLIQUE: eine wunderschöne Aufnahme von Christy Turlington in … tadaaaa … fast nichts. Auch das ist Modefotografie. :-)

Seine Fotos sind fast immer schwarz-weiß. Denn für Peter war eines ganz klar: Schwarz-Weiß unterstreicht die natürliche Schönheit und den Charakter eines Menschen, ohne dass Farbe und Spektakel davon ablenken.

Und keine Retusche. Auch da war er konsequent.

Ein Mann ganz nach unserem Geschmack.

Alles Liebe
Nicole

PETERLINDBERGH Instagram


Zu unserem großen Bedauern ist Peter Lindbergh im September 2019 verstorben. Ein großer Fotograf, der uns fehlen wird. :-(

Peter Lindbergh
RIP 1944–2019

* (http://www.kunsthal.nl/) Die Ausstellung in der Kunsthal ist inzwischen beendet.

Black and white image of a smiling woman standing by a storefront window reflecting a winged figure and a city street.
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Häufig gestellte Fragen

Waarom werd Peter Lindbergh bekend als 'The Supermodel Maker'?

Peter Lindbergh bracht in 1990 de jonge modellen Naomi Campbell, Linda Evangelista, Tatjana Patitz, Christy Turlington en Cindy Crawford samen voor de iconische cover van de Britse Vogue, wat het officiële begin markeerde van het supermodeltijdperk.

Wat maakte de fotografiestijl van Peter Lindbergh zo uniek?

Lindbergh koos bewust voor minimale make-up, rauwe zwart-witfotografie en weigerde zijn foto's digitaal te retoucheren. Hij legde de nadruk op de persoonlijkheid, emotie en natuurlijke kenmerken van de modellen.