In 7 einfachen Schritten zu deiner eigenen Capsule Wardrobe
Voller Kleiderschrank und trotzdem nichts zum Anziehen? Entdecke, wie du dir in 7 Schritten eine zeitlose Capsule Wardrobe mit echten Lieblingsstücken zusammenstellst.
Genug von einem überfüllten Kleiderschrank, vor dem du trotzdem das Gefühl hast, „nichts“ zum Anziehen zu haben? Enter: die Capsule Wardrobe. Deine Rettung für einen stilvollen Morgen ganz ohne Kleiderstress. Wir zeigen dir, wie du dir in 7 einfachen Schritten eine kompakte Garderobe zusammenstellst, die wirklich zu dir passt. Von einer überschaubaren Farbpalette bis hin zu den richtigen Key Pieces. Weniger Entscheidungsstress, mehr Slow Fashion und trotzdem für jeden Anlass das passende Outfit!
- Anzahl der Schritte
- Sieben Schritte
- Herkunft des Begriffs
- Die 1940er Jahre in den amerikanischen Medien
- Veröffentlicht von
- Donna Karan im Jahr 1985 (Kollektion „7 Easy Pieces“)
- Größe der „Uncover“-Kapsel (2014)
- 37 Artikel
- Empfohlene Materialien
- Merinowolle, Alpaka, Bio-Baumwolle, Modal, Öko-Viskose, Cupro
SO STELLST DU DEINE EIGENE CAPSULE WARDROBE ZUSAMMEN
Kennst du das? Diese Modebegriffe, die plötzlich überall auftauchen. Dinge, die früher einen ganz normalen Namen hatten und dank Trends auf einmal eine neue, viel hipper klingende Bezeichnung bekommen. So wurden Turnschuhe zu Sneakern. Faulenzen wurde zum Loungen. Und aus einer Schüssel hübsch nach Farben sortierter Zutaten wurde eine Poké Bowl.
Geht’s noch hipper? Bestimmt. Und nur fürs Protokoll: Wir machen da gerne mit. Denn was gibt es Schöneres, als etwas ganz Alltägliches ein bisschen interessanter zu machen, indem man ihm einen schillernden neuen Namen verpasst?
DIE CAPSULE WARDROBE: DIE POKÉ BOWL DER MODE
Kommen wir zu unserem heutigen Thema: einer kompakten Auswahl an Kleidungsstücken, mit denen du ganz unkompliziert die unterschiedlichsten Outfits zusammenstellen kannst. Vorhang auf für die Capsule Wardrobe. Unter Freunden einfach Capsule ;-)
Im Grunde ist eine Capsule nichts anderes als eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Kleidungsstücken, die farblich und stilistisch gut zueinander passen und sich wunderbar miteinander kombinieren lassen. Insgeheim also doch ein bisschen wie eine Poké Bowl.
Wie du deine eigene Capsule Wardrobe zusammenstellst, erklären wir dir gleich ganz genau. Aber natürlich nicht, ohne dich vorher noch kurz über ihren Ursprung und ihre Geschichte auf den neuesten Stand zu bringen. Du kennst uns: Wir können einfach nicht anders.
DIE EHREN GEHEN AN …
Der Begriff an sich tauchte bereits in den 1940er-Jahren in amerikanischen Medien auf. Und tatsächlich ging es damals schon um genau das, was wir heute unter einer Capsule Wardrobe verstehen: eine kompakte Auswahl zeitloser Kleidungsstücke, die sich auf unterschiedlichste Weise miteinander kombinieren lassen.
In den 1970er-Jahren griff die Britin Susie Faux das Konzept auf und setzte es in ihren eigenen Boutiquen um. Später erweiterte sie ihr Modeunternehmen sogar um einen Beratungsservice für andere Modemarken und Modeketten.
Doch Amerika wäre nicht Amerika, wenn es sich nicht irgendwann wieder ins Rampenlicht gedrängt hätte: 1985 sorgte Designerin Donna Karan mit ihrer Kollektion „7 Easy Pieces“ für Aufsehen. Präsentiert wurde das Konzept von acht Models in schlichten schwarzen Bodys und Strumpfhosen. Nach und nach ergänzten sie ihre Looks um einzelne Teile der Kollektion und zeigten so, wie viele verschiedene Outfits sich aus nur wenigen Kleidungsstücken zusammenstellen ließen.
Das Konzept schlug ein und Donna Karan wurde mit ihren vielseitigen Looks zu einer wichtigen Adresse für die moderne, berufstätige Frau.
Rückblick in die 80er: Die Models aus Donna Karans „7 Easy Pieces“-Kollektion
Danach wurde es eine ganze Weile still um die Capsule Wardrobe. Stattdessen stürzten wir uns mit voller Kraft in die Konsumgesellschaft, in der immer schneller wechselnde Kollektionen und Fast Fashion den Ton angaben. Wir wissen inzwischen alle, wohin das geführt hat. Zum Glück wendet sich das Blatt langsam, aber sicher. Immer mehr von uns übernehmen, besser spät als nie, Verantwortung und entscheiden sich bewusster für Slow Fashion.
Eine der ersten Frauen außerhalb der klassischen Modebranche, die das Konzept wieder einem größeren Publikum näherbrachte, war Caroline Rector. In der aufkommenden Welt von Blogs und Social Media startete die modebegeisterte Texanerin 2014 ihre Website „Unfancy“. Ihr Ziel: die eigene Shopping-Leidenschaft in den Griff bekommen und ihren Weg zu einer kleineren, übersichtlicheren und perfekt funktionierenden Capsule Wardrobe mit anderen teilen.
Ganz so minimalistisch war ihr Ansatz damals allerdings noch nicht: Ihre Capsule Wardrobe bestand aus 37 (!) Teilen. Wie bitte, Capsule? Das klingt eher nach einer ziemlich großen Kapsel ;-) Aber gut, der Anfang war gemacht und Rector baute sich schnell eine beachtliche Fangemeinde auf. Bis heute inspiriert „Unfancy“ Fans einer kompakten, vielseitigen Garderobe.
Neugierig auf Caroline Rectors allerersten Blogbeitrag über ihren Aktionsplan? Die Grundprinzipien stimmen nach wie vor und bilden einen hervorragenden Ausgangspunkt für eine gut funktionierende Capsule Wardrobe.Hier kannst du ihn lesen.
Neugierig darauf, wie wir bei Plein Publique die Zusammenstellung einer Capsule Wardrobe angehen? Dann lies unbedingt weiter!
DIE CAPSULE WARDROBE ZUSAMMENSTELLEN: WARUM UND WARUM GERADE JETZT?
Fast Fashion hat ausgedient. Inzwischen dürfte den meisten klar sein, dass unser ständig wachsender Modekonsum nicht ohne Folgen bleibt. Kleidung, die möglichst billig produziert und möglichst schnell verkauft werden muss, damit schon die nächste Kollektion Platz findet, belastet Mensch, Tier und Umwelt.
Rohstoffe werden unter hohem Zeit- und Kostendruck gewonnen, beim Anbau kommen Pestizide zum Einsatz, Schafe werden mitunter eher als Wolllieferanten denn als Lebewesen behandelt und Menschen arbeiten unter schlechten Bedingungen für niedrige Löhne. Auch Färbeverfahren, Waschungen und andere chemische Prozesse können die Umwelt erheblich belasten. Zum Glück gibt es inzwischen immer mehr Materialien und Produktionsmethoden, die es besser machen.
Die Kehrseite: Nachhaltiger und verantwortungsvoller produzierte Kleidung ist häufig teurer. Die logische Konsequenz? Weniger kaufen und das, was man kauft, möglichst lange tragen. Gefragt sind also Kleidungsstücke, die hochwertig, zeitlos und vielseitig kombinierbar sind. Kurz gesagt: Slow Fashion. Und damit, liebe Modefans, sind wir bei der Grundlage jeder guten Capsule Wardrobe.
Puh. Tja. Da wären wir also: bei der Capsule Wardrobe. Wir von PLEIN PUBLIQUE kennen uns mit Slow Fashion ziemlich gut aus. (Bescheidenheit ist schließlich eine Tugend ;)) Trotzdem wollen wir dir natürlich nicht vorschreiben, wie deine persönliche Capsule Wardrobe auszusehen hat.
Was wir aber können: dir zeigen, wie du eine Capsule Wardrobe zusammenstellst, die wirklich zu dir und deinem Leben passt. Abgemacht? Dann geht’s hier zu unserem Schritt-für-Schritt-Plan.
DEINE EIGENE CAPSULE-GARDEROBE ZUSAMMENSTELLEN
1. BLEIBE DEINEM EIGENEN STIL TREU
Es ist ein Mythos, dass deine Capsule Wardrobe aus ganz bestimmten Kleidungsstücken bestehen muss, die irgendwelche Modeprofis für unverzichtbar erklärt haben. Du hast deinen eigenen Geschmack und deinen eigenen Stil. Und wenn du dunkelblaue Rollkragenpullover nicht magst oder dich niemals freiwillig in einem Bleistiftrock zeigen würdest, dann haben diese Teile in deiner Capsule Wardrobe auch nichts verloren.
Bleibe deinem eigenen Stil treu. Wähle Kleidungsstücke, die zu deiner Figur passen und in denen du dich rundum wohlfühlst.
2. BEGRENZE DEINE FARBPALETTE
Und damit meinen wir wirklich nicht nur Schwarz, Weiß und Marineblau! Natürlich kannst du dich darauf beschränken, musst du aber keineswegs. Naturtöne sind genauso vielseitig und zeitlos. Und auch kräftigere Farben wie Rot können wunderbar funktionieren. Selbst „echte“ Farben, im Gegensatz zu den Nichtfarben Schwarz, Weiß und Grau, können zu deinen persönlichen Signature-Farben werden. Es geht also weniger darum, möglichst wenige Farben zu tragen, sondern vielmehr darum, eine stimmige Farbpalette zu finden und bei deinen Basics konsequent zu bleiben. So lassen sich die einzelnen Teile deiner Capsule Wardrobe immer wieder neu miteinander kombinieren.
3. SETZE AUF QUALITÄT
Die Idee hinter deiner Capsule Wardrobe ist, dass du eine Basis hast, auf die du dich immer verlassen kannst. Und diese Basis bringt dir herzlich wenig, wenn sie nach kurzer Zeit auseinanderfällt. So einfach ist das.
Natürlich können Wollqualitäten wie Merino und Alpaka sehr langlebig sein, vorausgesetzt, du pflegst sie richtig. Aber auch die Art und Weise, wie ein Kleidungsstück gefertigt ist, spielt eine Rolle. Zu dünne oder nachlässig versponnene Garne neigen schneller zu Pilling. Genähte Nähte können sich eher lösen als Fully Fashioned verarbeitete Verbindungen. Ein Stretchanteil im Gestrick sorgt außerdem dafür, dass das Kleidungsstück seine Form besser behält.
Auch bei T-Shirts und Tops gibt es große Qualitätsunterschiede. Schwererer Jersey hält in der Regel länger, aber auch leichter Jersey aus robusten Garnen kann durchaus langlebig sein.
Hier können wir dir nur schwer einen allgemeingültigen Rat geben. Vieles ist eine Frage des Ausprobierens und der Erfahrung. Ein höherer Preis* ist allerdings häufig auch ein Hinweis auf bessere Qualität.
*Du bist dir nicht sicher, ob das Teil, auf das du ein Auge geworfen hast, nicht doch ein bisschen zu teuer für dein bescheidenes Budget ist? Dann verweisen wir dich freundlich, aber bestimmt auf unseren früheren Blog über Cost per wear. Cost per was? Worum ging’s da noch mal? Nicht meckern, einfach brav noch mal nachlesen. ;-)
4. DENK SAISONÜBERGREIFEND
Hä? Ja, wirklich. Der Trick bei einer guten Capsule Wardrobe liegt schließlich in ihrer Vielseitigkeit. Denk deshalb lieber in Schichten. Mit einer Wollstrickjacke machst du deine leichte Bluse im Handumdrehen wintertauglich. Und mit hochgekrempelten Hosenbeinen funktionieren deine Jeans genauso gut zu sommerlichen Sandalen. Und mit einem kleinen Missverständnis räumen wir auch gleich auf: Deine Capsule Wardrobe muss natürlich nicht das Einzige sein, was in deinem Kleiderschrank hängen darf. Du wirst deine Basis je nach Jahreszeit mit saisonalen Teilen ergänzen und anpassen müssen. Also bloß kein schlechtes Gewissen deswegen.
5. PRINTS SIND ERLAUBT
Okay, der Trendprint von heute kann morgen schon wieder Schnee von gestern sein. Ein bisschen Zurückhaltung ist deshalb durchaus sinnvoll. Setze lieber auf Muster, die sich bewährt haben. Polka Dots und Streifen zum Beispiel sind echte Klassiker. Genau wie ein bretonischer Streifenpullover. Oder ein Kleid mit Animal Print wie unsere LA FLORA: trendig und trotzdem zeitlos. Achte bei Prints allerdings darauf, dass nicht zu viele verschiedene Farben ins Spiel kommen. Idealerweise findet sich mindestens eine Farbe des Musters auch in deinen unifarbenen Kleidungsstücken wieder. Sonst machst du dir das Kombinieren deiner Capsule Wardrobe unnötig schwer.
6. DENK IN ANLÄSSEN
Ein wichtiger Punkt beim Zusammenstellen deiner Capsule Wardrobe: Zu welchen Anlässen trägst du deine Kleidung eigentlich am häufigsten? Wetten, deine Top 3 sind Arbeit, Freizeit und Unternehmungen mit anderen? Genau auf diese Bereiche sollte deine Capsule Wardrobe abgestimmt sein.
Sie muss nämlich wirklich nicht für jede Hochzeit, jede Rave-Party und jede Beerdigung das passende Outfit bereithalten. Manche Anlässe verlangen einfach nach etwas Besonderem. Und solche Outfits müssen keinen wertvollen Platz in deiner Capsule Wardrobe beanspruchen.
Natürlich könntest du mit einem schicken Top unter deinem Büroblazer zur Ibiza-Hochzeit deiner Nichte gehen. Aber mal ehrlich: So viel Vernunft wird der Magie des Augenblicks einfach nicht gerecht. Also akzeptier es, schnapp dir dieses alles andere als zeitlose Traumkleid und genieß den Moment.
7. WÄHLE DEINE KEY CAPSULE PIECES
Schauen wir uns kurz nach Produktkategorien an, worauf du bei der Zusammenstellung deiner Capsule Wardrobe achten solltest.
HOSEN
Natürlich hängt die Auswahl von deinem persönlichen Stil ab. Achte aber auf jeden Fall auf unterschiedliche Silhouetten. Mit einer schmal geschnittenen Hose, einer Straight Leg, einer locker fallenden, bequemen Hose und einer eleganten, nach unten schmaler werdenden Stoffhose, mit oder ohne Bügelfalte, bist du schon ziemlich gut aufgestellt.
Die elegante Hose kannst du für einen lässigeren Look einfach hochkrempeln. Die schmale Variante darf eine Stretchjeans oder auch eine beschichtete Leggings sein. Und deine locker fallende Hose? Die darf ruhig so bequem sein, dass du damit auch gemütlich auf dem Sofa herumlümmeln kannst.
RÖCKE
Auch hier gilt: Spiel mit unterschiedlichen Silhouetten. Ein schmaler Bleistiftrock gehört längst nicht mehr nur ins Büro und darf deshalb zum Beispiel auch aus Leder sein. Einen plissierten Midirock kannst du genauso gut cool und lässig wie trendy und ein bisschen ladylike stylen. Und ein bedruckter Maxirock bekommt mit einer strahlend weißen Hemdbluse überraschend schnell einen urbanen Look.
Du bist überhaupt kein Fan von Röcken? Dann lass sie einfach weg. Sie sind schließlich kein Muss.
BLUSEN
Die bereits erwähnte Hemdbluse, strahlend weiß wie unsere LA SAVANNE oder mit einem dezenten Streifenmuster, ist nicht umsonst ein Klassiker. Trag sie elegant zu Stoffhose und Blazer oder nutze sie, um lässigeren Outfits eine frische Note zu verleihen.
Für etwas Abwechslung dürfen außerdem eine taillierte Bluse, gerne mit Stretch, und ein Oversize-Modell einziehen. Dazu noch eine feminine, luftig-leichte Bluse aus leicht transparentem Material und eine extra lange Variante, die du sogar als Minikleid oder über dem Bikini am Strand tragen kannst.
OBERTEILE & T-SHIRTS
Die Klassiker mit Rundhals- und V-Ausschnitt, kurzen und langen Ärmeln liegen auf der Hand. Ein oder zwei Spaghettiträger-Tops sind ebenfalls immer praktisch. Bonjour, LA LOULOU! Und natürlich darf auch ein Rollkragenpullover nicht fehlen. Den trägst du im Winter einfach unter deinem leichten Kleid und machst es so im Handumdrehen wintertauglich.
Kombiniere geschickt helle und dunkle Farben, damit du für möglichst viele Outfits die passende Option parat hast. Oder entscheide dich für Streifen und schlag damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Streifen … welche Marke hatte die noch mal zu ihrem Markenzeichen gemacht? Es liegt uns auf der Zunge. ;-)
Wenn du bei Jersey auf Bio-Baumwolle, Modal, verantwortungsvoller produzierte Viskose oder Cupro setzt, kannst du bei deiner Capsule Wardrobe zusätzlich auf eine bewusstere Materialauswahl achten.
PULLOVER & STRICKJACKEN
Wir haben ja schon über die fließenden Grenzen zwischen den Jahreszeiten gesprochen. Aber wusstest du, dass Merinowolle keineswegs nur etwas für die kalten Monate ist? Dank ihrer temperaturregulierenden Eigenschaften ist sie auch im Sommer angenehm zu tragen, vorausgesetzt natürlich, du greifst nicht gerade zum dicksten Grobstrick.
Es gibt schließlich auch wunderbar fein gestrickte Pullover und Strickjacken, zum Beispiel in 14 Gauge. Stell dir Gauge ein bisschen wie Denier bei Strumpfhosen vor, nur umgekehrt: Je höher die Gauge-Zahl, desto feiner das Gestrick.
Und wenn es kühler wird? Dann ziehst du über deinen feinen Pullover einfach noch eine Strickjacke. Achte bei deiner Auswahl auf unterschiedliche Längen, Weiten und Ausschnittformen und kombiniere nach Herzenslust.
KLEIDER
Wir wiederholen uns, aber auch bei Kleidern gilt: Abwechslung ist das A und O. Einige deiner Kleider dürfen ruhig etwas leichter und luftiger sein. Schließlich kannst du etwas darunter oder darüber tragen und damit die Kombinationsmöglichkeiten noch einmal ordentlich erweitern. Mit einem Gürtel betonst du die Taille, wann immer dir danach ist.
Klassiker wie das Hemdblusenkleid sind echte Stil-Chamäleons. Trag es mit oder ohne Gürtel, elegant mit Absatzschuhen oder lässig mit Sneakers. Oder style es im Layering-Look offen über einer Hose und einem Top. Lass deiner Fantasie freien Lauf, die Möglichkeiten sind nahezu endlos.
Auch ein zeitloser Print ist eine tolle Idee. Schau dir zum Beispiel LE SOLEIL, LA CELINE und LA FLORA an.
Und zur Länge? Sagen wir gar nichts. Die Zeiten, in denen irgendeine angesagte Rocklänge darüber entschied, ob dein Kleid modisch war oder nicht, sind schließlich vorbei. Trag einfach die Länge, die zu deinem Stil und deiner Figur passt und in der du dich wohlfühlst.
Du bist überhaupt kein Fan von Kleidern? Kein Problem. Genau dafür wurde schließlich der Jumpsuit erfunden. ;-)
BLAZER & JACKEN
An einem zeitlosen Blazer hast du lange Freude. Investiere deshalb in Qualität und achte vor allem auf eine gute Passform. Einreihige Blazer eignen sich besonders gut für eine Capsule Wardrobe. Zweireiher sehen häufig vor allem geschlossen richtig gut aus und schränken dich dadurch beim Styling etwas mehr ein.
Ob du einen taillierten Schnitt bevorzugst oder lieber zum lässigen Boyfriend Fit greifst, ist dabei gar nicht so entscheidend. Mit der passenden Hose und den richtigen Schuhen kannst du einen zeitlosen Blazer ganz einfach mal lässig, mal elegant stylen.
Eine Lederjacke muss man mögen. Wenn sie aber zu deinem Stil passt, eröffnet sie dir jede Menge zusätzliche Möglichkeiten, denn du kannst sie sowohl drinnen als auch draußen tragen. Zieh bei kühleren Temperaturen einfach eine saisonübergreifende Jacke darüber, zum Beispiel einen klassischen Trenchcoat, und voilà: Schon ist der Look wintertauglich.
SPORTSWEAR
Offiziell gehört Sportswear, genau wie Unterwäsche, Socken und Accessoires, nicht unbedingt in eine Capsule Wardrobe. Aber mal ehrlich: Clever ausgewählte Sportswear kann so vielseitig sein, dass sie sich ihren Platz darin zu 100% verdient hat.
Hoodies und Sweatshirts lassen sich mit fast jeder Hose und sogar mit Röcken kombinieren. Urban-cooler Look garantiert. Und Leggings, Jogginghosen oder Track Pants zur klassischen Hemdbluse? Funktioniert überraschend gut. Müssen wir noch mehr sagen?
Und, glaubst du, du schaffst das? Du bist noch nicht ganz sicher, ob eine Capsule Wardrobe wirklich dein Ding ist? Dann gibt es eigentlich nur eine Lösung: Tauch in deinen Kleiderschrank ein, hol alles heraus, was du gerne und häufig trägst, und fordere dich selbst heraus, daraus so viele unterschiedliche Outfits wie möglich zusammenzustellen.
Genug Abwechslung? Perfekt. Falls nicht: Kannst du erkennen, welche Teile dir noch fehlen, damit daraus ein richtig gut funktionierendes Ganzes wird? Dann ist deine Mission geglückt und du kannst deine persönliche Capsule Wardrobe in den nächsten Monaten einem ausführlichen Praxistest unterziehen.
Und noch etwas: Alles andere, was bereits in deinem Kleiderschrank hängt, darfst du natürlich weiterhin tragen. Eine Capsule Wardrobe bedeutet schließlich nicht, dass du plötzlich deine halbe Garderobe aussortieren musst. Die Kleidung wurde bereits produziert und du hast Geld dafür ausgegeben. Also sorg lieber dafür, dass beides nicht umsonst war.
Was du wirklich nicht mehr trägst, kannst du verschenken, verkaufen oder zum Recycling geben.
Last but not least: Als stolze Besitzerin deiner ganz persönlichen Capsule Wardrobe wirst du natürlich reichlich belohnt. Und zwar damit:
- Ein herrlich aufgeräumtes Gefühl
- Die Gewissheit, für fast jeden Anlass das passende Outfit parat zu haben
- Ein gutes Gefühl, weil du mit deiner Kleiderwahl die Umwelt weniger belastest
- Und ein gut gefülltes Portemonnaie, mit dem du nach Herzenslust shoppen gehen kannst ;-)
Du findest, mit dem letzten Punkt haben wir jetzt völlig danebengelegen? Denk noch einmal darüber nach. Konsumieren ist schließlich nicht verboten. Aber tu es mit Herz und Verstand. Übernimm Verantwortung und vergiss dabei nicht, all die schönen Dinge zu genießen, die Mode zu bieten hat.
Mach es langsam. Aber mach es modisch.
X TEAM PLEIN PUBLIQUE
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Capsule Wardrobe?
Eine Capsule Wardrobe ist eine kompakte Auswahl zeitloser Kleidungsstücke, die gut zueinander passen, sich gegenseitig ergänzen und auf vielfältige Weise miteinander kombiniert werden können.
Woher stammt der Begriff „Capsule Wardrobe“?
Der Begriff tauchte erstmals in den 1940er Jahren in den amerikanischen Medien auf. Das Konzept wurde in den 1970er Jahren von Susie Faux umgesetzt und 1985 durch die Designerin Donna Karan mit ihrer revolutionären „7 Easy Pieces“-Kollektion weltberühmt gemacht.
Warum sollte ich mich für eine Capsule Wardrobe entscheiden?
Indem du dir eine Capsule Wardrobe zusammenstellst, entscheidest du dich für „Slow Fashion“ und Kleidungsstücke mit einer längeren Lebensdauer. Das verringert den Entscheidungsstress, sorgt dafür, dass du umweltbewusster einkaufst, und erleichtert es dir, für jeden Anlass ein passendes Outfit zu finden.
Welche Materialien eignen sich gut für eine nachhaltige Capsule Wardrobe?
Für hochwertige und nachhaltigere Kleidung empfiehlt es sich, natürliche Wollsorten mit langer Lebensdauer wie Merinowolle und Alpaka oder Jersey aus Bio-Baumwolle, Modal, Öko-Viskose oder Cupro zu wählen.
