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Eine Frau in einer burgunderroten Strickjacke und einer Hose, die eine rote Clutch in der Hand hält.
Nachhaltigkeit· September 15 2026· 3 Minuten Lesezeit· Von Nicole

Merinowolle & Nachhaltigkeit

Erfahre mehr über die Nachhaltigkeit von Merinowolle: von tierfreundlicher Haltung ohne Mulesing bis zu biologischer Abbaubarkeit und Umweltaspekten.

Kurzantwort

Fragst du dich, wie nachhaltig dein Lieblingspullover aus Merinowolle eigentlich ist? Gute Nachrichten: Merinowolle ist eine 100% natürliche, nachwachsende und biologisch abbaubare Faser.

Material
100 % natürliche Merinowolle
Tierschutz
Ausschließlich aus mulesing-freier Herkunft
Biologische Abbaubarkeit
Zu 100 % im Boden abbaubar (keine Mikroplastikpartikel)
Instandhaltung & Umwelt
Weniger Waschgänge dank selbstreinigender Faserstruktur

Wie nachhaltig ist Merinowolle?

Wir bekommen immer wieder Fragen zu unserer Merinowolle: Woher kommt sie eigentlich? Wie nachhaltig ist Merinowolle? Und wie sieht es mit dem Tierwohl aus?

Wir haben die Antworten für dich zusammengestellt. Liest du mit?

1. Ist Merinowolle ein nachhaltiger Rohstoff?

Merinowolle hat auf jeden Fall einige ziemlich nachhaltige Eigenschaften. Reine Merinowolle ist eine natürliche, nachwachsende und biologisch abbaubare Faser. Unter geeigneten Bedingungen kann sie von Mikroorganismen zersetzt werden und hinterlässt dabei keine langlebigen Kunststofffasern.

Gut zu wissen, oder? Noch besser ist es natürlich, wenn dein geliebtes Merino-Lieblingsstück ein möglichst langes Leben hat. Und wenn es irgendwann wirklich nicht mehr zu retten ist? Dann ist Recycling eine interessante Alternative.

2. Ist Merinowolle recycelbar?

Ja! Ausgediente Kleidung aus Merinowolle kann gesammelt, sortiert und wiederverwertet werden. Beim sogenannten Fiber-to-Fiber-Recycling werden alte Textilien zerkleinert und wieder in Fasern zerlegt. Daraus können anschließend neue Garne und schließlich neue Kleidungsstücke entstehen.

Ganz ohne Einschränkungen funktioniert das allerdings nicht. Beim mechanischen Recycling werden die Wollfasern kürzer, weshalb recycelte Wolle je nach gewünschter Qualität häufig mit anderen Fasern kombiniert wird. Auch Mischgewebe können das Recycling erschweren.

Trotzdem gefällt uns die Idee ziemlich gut: aus Wolle wieder Wolle machen, statt ein wertvolles Material nach seinem ersten Leben einfach abzuschreiben.

Was einmal ein Kleidungsstück war, soll dabei möglichst wieder zu einem Kleidungsstück werden. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, kann die Wolle für andere Zwecke weiterverwendet werden, zum Beispiel als Füllmaterial für Matratzen und Autositze oder für Bodenbeläge. So bleibt das Material möglichst lange im Kreislauf.

Und noch ein Pluspunkt: Merinowolle stammt aus einer erneuerbaren Quelle. Oder weniger modern ausgedrückt: Sie wächst einfach wieder nach. :)

Damit hätten wir die wichtigsten allgemeinen Nachhaltigkeitsaspekte von Merinowolle geklärt. Aber wie sieht es eigentlich mit unserer eigenen Merinowolle aus?

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für dich zusammengestellt. Also unbedingt weiterlesen!

3. Woher stammt eure Merinowolle?

Unsere Merinowolle kommt aus Australien. Yes, mate, dort weiden die Schafe, die unsere Wolle liefern. Australien gehört zu den wichtigsten Merinowollproduzenten der Welt. Von dort aus wird die Wolle zur weiteren Verarbeitung in verschiedene Länder verschickt.

Denn wenn es um Merinoschafe und ihre Wolle geht, wissen die Aussies ziemlich genau, was sie tun. Die weiteren Schritte überlassen sie dann den Spezialisten entlang der textilen Lieferkette. Jedem das Seine. :)

4. Werden die Schafe gut behandelt?

Wir beziehen unsere Wolle von einem renommierten Wolllieferanten, der nach dem Responsible Wool Standard (RWS) zertifiziert ist. Der RWS stellt Anforderungen an das Tierwohl auf den Farmen und berücksichtigt darüber hinaus unter anderem den verantwortungsvollen Umgang mit Weideland sowie soziale Kriterien. Auch die Rückverfolgbarkeit der zertifizierten Wolle entlang der Lieferkette ist Teil des Standards.

Wir haben uns ganz bewusst für einen RWS-zertifizierten Wolllieferanten entschieden. So können wir uns mit einem guten Gefühl dem widmen, was wir am besten können: deine neuen Lieblingspullover zu entwerfen.

Ein weißes Schaf liegt auf einem großen Felsen in einem sonnendurchfluteten Feld.

Zu guter Letzt: Merinowolle muss nur selten gewaschen werden

Merinowolle muss nämlich erstaunlich selten in die Waschmaschine. Wirklich? Du hast richtig gelesen.

Die besondere Struktur der Wollfasern sorgt dafür, dass Merinowolle viel Feuchtigkeitsdampf aufnehmen und nach und nach wieder an die Umgebung abgeben kann. Gleichzeitig nimmt sie Gerüche vergleichsweise langsam an. Deshalb reicht es häufig schon aus, dein Merino-Lieblingsstück ein paar Stunden gründlich an der frischen Luft auszulüften.

Muffig riechende Merinowolle, oder besser gesagt „Meurinowolle“, erholt sich nach einer ordentlichen Frischluftkur oft erstaunlich gut. Also nicht gleich in die Waschmaschine damit: erst einmal raus an die Luft und schauen, was passiert.

Adieu, nasser Hund. Bonjour, frischer Lieblingspullover!

Und das Schöne daran: Jedes Mal, wenn Lüften statt Waschen ausreicht, sparst du Wasser, Energie und Waschmittel. Und dein Merinoliebling freut sich über die schonende Behandlung gleich mit.

Manchmal führt an der Waschmaschine natürlich kein Weg vorbei. Zum Beispiel, wenn du gekleckert hast und sich der Fleck mit einem feuchten Tuch und sanfter Hand einfach nicht entfernen lässt. Zum Glück darf Merinowolle in die Waschmaschine, sofern das Pflegeetikett es erlaubt. Wichtig ist nur, dass du die Pflegehinweise genau beachtest. Darüber haben wir übrigens schon einmal geschrieben. Alle Tipps & Tricks findest du hier.

Eine Frau mit blondem, gewelltem Haar, die eine graue Strickjacke und silberne Armbänder trägt.

Merinowolle hält warm

Hä, was hat das denn jetzt wieder in dieser Liste zu suchen? Es ging doch um Nachhaltigkeit?

Hallo, aufgepasst, Freundin: Wer es sich in einem kuscheligen Merinopullover gemütlich macht, kann die Heizung vielleicht auch mal ein Grad niedriger drehen. Gut für den Energieverbrauch. Und für deinen Geldbeutel übrigens auch.

Zum würdigen Abschluss überlassen wir das letzte Wort Vivienne Westwood. Denn besser gut zitiert als schlecht selbst erfunden:

„Buy less, choose well, make it last.“

Dem haben wir eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

xxx Team PLEIN PUBLIQUE

Psst, jetzt, wo du schon mal hier bist :-) >  MERINOWOLLE ENTDECKEN

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Häufig gestellte Fragen

Ist Merinowolle biologisch abbaubar?

Ja, Merinowolle ist eine zu 100 % natürliche Faser, die sich innerhalb weniger Monate im Boden vollständig biologisch abbaut. Im Gegensatz zu synthetischen Materialien hinterlässt sie keine schädlichen Mikroplastikpartikel in der Umwelt.

Was bedeutet „mulesing-freie Merinowolle“?

„Mulesing-frei“ bedeutet, dass die Wolle von Schafen stammt, die nicht der schmerzhaften Mulesing-Behandlung unterzogen wurden. Plein Publique entscheidet sich bewusst für Partner, die Tierfreundlichkeit und mulesing-freie Wolle garantieren.

Warum hat das Tragen von Merinowolle einen geringen ökologischen Fußabdruck?

Merinowolle enthält von Natur aus Lanolin (Wollfett), das Bakterien und Gerüche abweist. Daher musst du Kleidung aus Merinowolle nur selten waschen; es reicht aus, sie regelmäßig im Freien aufzuhängen, was viel Wasser und Energie spart.