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Artikel: Mischgarne für Dummies

Mixgarens voor dummies

Mischgarne für Dummies

MIX IT UP

Kannst du alles, was es über deine geliebten Stoffe und Garne zu wissen gibt, mit zwei Fingern in der Nase zusammenfassen? Hier kommt es...

- Merinowolle ist warm und stark, sie erfrischt nach einer Stunde an der frischen Luft vollkommen. Check!

- Mohair ist leicht und flauschig, bei niedriger Temperatur mit der Hand waschen, zum Trocknen hinlegen. Abgehakt!

- Polyamid und andere künstliche Fasern sind fast unzerstörbar, können höhere Waschtemperaturen vertragen und kommen tip-top aus dem Wäschetrockner. Check!

Aber *@#$%^& was um Himmels willen macht man mit Kleidungsstücken aus Mischfasern? Wer hat das überhaupt für eine gute Idee gehalten? Und wie kommt das?

MUTTER NATUR

Es gibt Textilpuristen, die auf 100% nurtümliche Stoffe und Garne schwören. Ehrlich, rein, von Menschenhand unberührt, genau wie Mutter Natur es vorgesehen hat. Dabei vergessen sie, dass Mutter Natur die Baumwollpflanze nicht für die Textilindustrie erfunden hat.

Deshalb sind manche Eigenschaften natürlicher Rohstoffe, so "geschützt" und authentisch sie auch sein mögen, für uns als Verbraucher nur etwas weniger bequem. Beispiele gibt es zuhauf: dass Wolle pillen kann, macht einem Schaf nichts aus, coupe au naturel ist immer bon ton. Dass sich Baumwolle überhaupt nicht dehnt und dass Leinen knittert? Keine Pflanze wird deswegen ihren Schlaf verlieren :-).

ANSPRUCHSVOLL, ODER?

Wir haben eine ganze Reihe von Anforderungen, die unsere Kleidung erfüllen muss. Abgesehen davon, dass sie verdammt schön und wunderbar tragbar ist? Wir erwähnen ein paar Punkte, die so offensichtlich sind, dass du vielleicht gar nicht selbst daran denkst.

  • Sie muss weich sein
  • Darf nicht ausbleichen
  • Sich ein wenig dehnen
  • Darf nicht oder kaum pillen
  • Darf sich nicht wölben
  • Pflegeleicht
  • Schrumpft nicht
  • Muss schnell trocknen

Mehr als du dachtest? Und das, obwohl wir noch viel weiter hätten gehen können... Kommen wir endlich zum Kern der Sache: Wie passen wir die Eigenschaften von Textilien an unsere Bedürfnisse an? Ganz einfach: durch das Mischen des Grundstoffs mit einem oder

mit einem oder mehreren Rohstoffen mit ganz anderen Eigenschaften.

Meine Damen und Herren: Wir haben eine Mischung!

Wir listen die gängigsten Zutaten für dich auf...

LES POLYAMIDES

Polyamid ist eine synthetische künstliche Faser, die aus fossilen Brennstoffen hergestellt wird. Klingt nicht sexy und ist auch nicht sexy. Aber: Polyamid ist eisenhaltig! Als Zusatz zur Wolle sorgt es für eine verbesserte "Zugfestigkeit", so dass auch dünnere und lockerere Garne gestrickt werden können, ohne dass sie sich lockern und durchhängen.

Eine Wollmischung pillt weniger, trocknet nach dem Waschen schneller, die Farben bleiben länger schön und dein Kleidungsstück hält länger. Abgesehen von der umweltschädlichen Kehrseite: Win-Win im Quadrat.

RECYCLEABLE

Polyester ist ebenfalls ein synthetischer künstliche faser, die hauptsächlich verwendet wird, um Naturfasern stärker und farbechter zu machen. Diese "Schwester des Polyamids" ist weniger haltbar (in Bezug auf die Langlebigkeit), weniger elastisch und daher etwas preisgünstiger als Polyamid. Pluspunkt: Es kann sehr gut recycelt werden. Auch recyceltes Polyester wird heutzutage oft für Textilien verwendet, es kann endlos wiederverwendet werden.

ACRYL?

Acryl ist eine bekannte Abkürzung für Polyacryl. Umgangssprachlich, zu Unrecht, nicht sehr beliebt. Diese synthetische Kunstfaser wird aus fossilen Brennstoffen hergestellt. Acryl ist weich, leicht, isolierend (warm) und bei höheren Temperaturen waschbar als z.B. Wolle. In einer ausgewogenen Wollmischung verstärkt es die feinen Eigenschaften der Wolle, während du optisch gar nicht so viel davon bemerkst. 100% acryl hingegen kann in Bezug auf Aussehen und Haptik nicht mit Wolle mithalten. Und oft "knistert" es in ihm. Am Ende kommt es kommt es auf die richtige Mischung an.

STRETCHY

Elasthan ist auch als Elastan, Elasthan, Spandex oder (Markenname) Lycra bekannt. Es ist eine weiterentwickelte Form von Polyester, die extrem dehnbar ist. Als Zusatzstoff für Textilien macht es den Stoff (oder das Strickgarn) dehnbar. Das fühlt sich nicht nur bequem an, sondern sorgt auch dafür, dass dein Kleidungsstück seine Form behält.

Es gab eine Zeit, in der Elastan noch nicht erfunden worden war. Damals mussten wir laut LEVIS ein Bad nehmen, damit unsere Hosen schön eng anlagen. Erinnerst du dich an die Werbung?

BLENDING

Letztendlich gibt es eine ganze Reihe von Vorteilen, die das Mischen von Garnen mit sich bringt. Denn 100% iist nicht immer die Lösung.

  • Bist du ein fröstelnder Mensch und kommst ohne dicke Pullover und Strickjacken nicht durch den Winter? Dank cleverer Mischungen musst du nicht kiloweise zusätzliches Gewicht mit dir herumschleppen.
  • Du stehst auf leuchtende Farben? Mit einer Prise Polyamid in der Mischung kommen deine fröhlichen Farben besonders gut zur Geltung.
  • Du liebst Wolle, aber dein Geldbeutel kann mit deinem Geschmack nicht mithalten? Eine Mischung mit Acryl ist in der Regel preiswerter als die volle Packung. So hast du immer noch den begehrten Look & Feel, ohne dass du dich in Unkosten stürzen musst.
  • Du suchst nach einem schönen Wollanzug für Frauen? Es ist praktisch, wenn ein bisschen Polyester drin ist... dann bleibt wenigstens die Bügelfalte drin.

ABER WAS IST MIT DEM WASCHEN?

Keine Sorge, die Hersteller der Mischungen haben das schon für dich herausgefunden. Alles, was du tun musst, ist, das Waschetikett zu lesen und die Anweisungen genau zu befolgen. Aber das hast du ja schon getan ; )

* Bist du bereit, deine Garderobe zu verbessern? Im Shop gibt es jede Menge neue Goodies, von Pullovern und Strickjacken aus 100% Merinowolle bis hin zu flauschigen Mischungen mit Mohair.

Liebe Grüße, Nicole & Ilse

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