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A group of white sheep stands in dry grass by a lake with distant hills.
Nachhaltigkeit· September 15 2026· 5 Minuten Lesezeit· Von Nicole

Woher kommt eure Merinowolle und wie steht es dabei um das Tierwohl?

Du möchtest wissen, woher unsere Merinowolle kommt? Erfahre alles über ihre ethische Herkunft, unsere 100% mulesingfreie Wolle und tierfreundliche Farmen.

Kurzantwort

Bei PLEIN PUBLIQUE steht das Tierwohl an erster Stelle. Unsere Merinowolle ist 100% mulesingfrei und stammt von sorgfältig ausgewählten, tierfreundlichen Farmen. Erfahre alles über die verantwortungsvolle Herkunft unserer Wolle und ihren Weg von der Weide bis in deinen Kleiderschrank!

Herkomst
Australië en Nieuw-Zeeland
Dierenwelzijn
100% mulesing-vrije merinowol
Resultaat
Duurzaam, diervriendelijk & hoogwaardig breiwerk

Auf vielfachen Wunsch erzählen wir dir heute etwas über die Lieferanten unserer Wolle. Denn kritisch, wie ihr seid, haben uns in letzter Zeit jede Menge Fragen erreicht. Und zwar nicht nur zur Nachhaltigkeit im Hinblick auf Umwelt und unseren Planeten, sondern auch zum Wohl der Tiere hinter den Kulissen.

Großes Lob: Ihr schaut genauer hin und lasst euch nicht mit irgendwelchen Standardfloskeln abspeisen. Nicht, dass ihr uns jemals dabei erwischen würdet, haha. Wir sind schließlich stolz darauf, mit Fragen und Wünschen ein bisschen anders umzugehen als andere. Und wir sind auch stolz auf dich, lieber kluger, kritischer Kunde, weil du bewusst konsumierst und uns damit zusätzlich wachsam und auf Kurs hältst. Genug geschleimt :-)? Nachhaltige und respektvolle Produktion hat viele verschiedene Facetten. Heute im Rampenlicht: das Schäfchen määäh.

Woher kommt eure Wolle?

Die Garnlieferanten, mit denen wir zusammenarbeiten, beziehen ihre Wolle aus verschiedenen Regionen der Welt und sind nach dem RWS (Responsible Wool Standard) zertifiziert. Dieser Standard steht für Tierwohl und nachhaltige Landbewirtschaftung in der Wollproduktion. Generell lässt sich sagen, dass der größte Teil der Merinowolle aus Neuseeland und Australien stammt, Kaschmir aus der Mongolei und Yakwolle aus dem Himalaya und Zentralasien. „Unsere“ Schäfchen mögen es eben gerne trocken und hoch gelegen.

Sind die Schäfchen happy & healthy und wie wird das kontrolliert?

Die Lebensbedingungen sind ausgezeichnet, die Tiere werden gehegt und gepflegt. Kontrolliert wird das durch den RWS, den Responsible Wool Standard. Das bedeutet, dass jeder angeschlossene Schafzüchter eine Vereinbarung mit einer ganzen Liste verbindlicher Vorschriften unterzeichnet. Von optimaler Ernährung bis zur richtigen Menge sauberen Trinkwassers. Es geht sogar so weit, dass Schafe mit Babybauch besondere Fürsorge genießen.

Regelmäßige Gesundheitschecks gehören ebenfalls dazu. Aber auch das seelische Wohlbefinden der Schafe wird berücksichtigt: Es gibt tatsächlich eine Checkliste mit Stresssymptomen und Maßnahmen, um diesen entgegenzuwirken. So etwas sieht man bei menschlichen Chefs eher selten … die werden meist erst aktiv, wenn wir uns gegenseitig an die Gurgel gehen und/oder brüllend mit dem Kopf Dellen in die Bürowand rammen.

Auch kranke Tiere werden nicht getötet, wenn sich das vermeiden lässt. Sie werden medizinisch versorgt und erhalten einen speziellen Transport, wenn sie an einen anderen Ort gebracht werden müssen. We kid you not. (Ob sie dafür wohl ein määähh rufen??)

Wohnen die Schäfchen auch standesgemäß?

Schafe, die draußen auf der Weide leben, haben in der Regel großzügig Platz und ausreichend Möglichkeiten, sich vor Regen und Wind zu schützen. Die Flächen, auf denen sie grasen, werden frei von schädlichen Stoffen gehalten und vor Erosion geschützt, damit sich das arme Schäfchen nicht in irgendwelchen Löchern oder Kuhlen seine dünnen Beinchen bricht. Außerdem werden die Flächen wechselnd bepflanzt, um die Biodiversität zu erhalten.

Schafe können nicht zu jeder Jahreszeit rund um die Uhr draußen sein. Auch für die Ställe, in denen sie dann untergebracht sind, gelten strenge Richtlinien. Die Tiere müssen genügend Bewegungsfreiheit haben, um laufen und liegen zu können, sie haben ein Recht auf Tageslicht und laute, unerwartete Geräusche sind strengstens verboten. (Hören Sie mit, lieber Nachbar mit dem Presslufthammer-Hobby?)

Wie tierfreundlich wird die Wolle gewonnen?

Richtig scheren will gelernt sein, davon kannst du schließlich selbst ein Lied singen, oder? Unsere Lieferanten sind Mitglied bei Woolmark, einem internationalen Branchenverband, der unter anderem Schulungen anbietet, damit das Scheren so fachgerecht, schmerzfrei und stressarm wie möglich abläuft, sowohl für das Schaf als auch für den Scherer.

Denn geschoren wird noch immer von Hand. Frühere Versuche mit Proteininjektionen, durch die sich das Vlies von selbst löst, waren zwar erfolgreich, wurden von den Wollproduzenten aus unklaren Gründen jedoch nicht übernommen. Wird das Schaf richtig positioniert und gehalten, ist das Risiko von Hautverletzungen minimal.

Ganz ohne Stress ist die Schur für ein Schaf allerdings nicht. Doch auch unabhängig von der Modeindustrie müssen Schafe geschoren werden. Andernfalls drohen den Tieren Überhitzung und/oder Infektionen durch Insekten, die sich im dichten Vlies einnisten.

Die Schur muss also ohnehin sein. Entscheidend ist, sie so schonend, fachgerecht und schafgerecht wie möglich durchzuführen.

Gibt es noch etwas, das wir wissen sollten?

Absolut. Sprechen wir offen über Mulesing und darüber, warum dieses Thema so komplex ist. Beim Mulesing wird die Haut rund um den After des Schafes entfernt, häufig ohne Betäubung, um zu verhindern, dass sich Insekten in den Hautfalten einnisten. Verständlicherweise ist diese Praxis äußerst umstritten.

RWS und Mulesing: Was stimmt und was nicht?

Unsere Garnlieferanten sind dem Responsible Wool Standard (RWS) angeschlossen, der Mulesing ausdrücklich verbietet. Das klingt beruhigend, und das ist es bis zu einem gewissen Grad auch. Doch hier kommt die wichtige Einschränkung: Die Lieferkette für Wolle ist lang und komplex. Wolle von verschiedenen Farmen wird häufig zusammengeführt und gemischt, bevor sie bei uns ankommt.

Und obwohl die RWS-Zertifizierung voraussetzt, dass kein Mulesing stattfindet, können wir aufgrund dieser langen Lieferkette nicht mit 100%iger Sicherheit garantieren, dass jede einzelne Faser in unserem Garn von einem Schaf stammt, das niemals mit dieser Praxis in Berührung gekommen ist.

Das finden wir frustrierend, denn Transparenz ist uns wichtig. Wir arbeiten mit Lieferanten zusammen, die sich zu mulesingfreier Wolle verpflichten und regelmäßig kontrolliert werden. Aber wir wollen ehrlich sein: Eine lückenlose Garantie können wir nicht geben. Bis zur vollständigen Rückverfolgbarkeit hat die Branche noch einen langen Weg vor sich.

Was tun wir?

Wir entscheiden uns ganz bewusst für Lieferanten, die RWS und Woolmark angeschlossen sind, weil diese Standards trotz ihrer Grenzen deutlich weiter gehen als die konventionelle Wollindustrie. Wir lassen uns von unseren Lieferanten regelmäßig die entsprechenden Zertifikate vorlegen und suchen kontinuierlich nach Möglichkeiten, die Lieferkette transparenter zu gestalten.

Und wir sagen euch offen, was wir garantieren können und was nicht.

Happy sheep don’t come cheap

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir tun unser Möglichstes, um mit Wolle von Schafen zu arbeiten, die gut versorgt werden. Die RWS-Zertifizierung bietet wichtige Standards für das Tierwohl, auch wenn das System nicht perfekt ist. Die schönste Wolle stammt von Schafen, die ein gutes Leben haben. Das sieht und fühlt man. Leider auch im Portemonnaie, denn Qualität und Tierwohl haben ihren Preis.

Happy sheep don’t come cheap. Und ein perfektes, vollständig transparentes System gibt es leider noch nicht. Aber wir arbeiten kontinuierlich daran, besser zu werden, und halten euch offen und ehrlich darüber auf dem Laufenden, wo wir stehen. Denn ihr verdient keine schönen Worte, sondern die Wahrheit.

Das waren für uns die wichtigsten Ins & Outs rund um das Wohlergehen der wunderbaren Tiere, denen wir unsere Wolle verdanken. Natürlich gibt es noch viele weitere Aspekte einer nachhaltigen Wollverarbeitung, über die es sich zu berichten lohnt. Und genau das werden wir in Zukunft auch tun.

Also: Fragt weiter, bleibt neugierig und achtet darauf, was euch wichtig ist. Wir versprechen im Gegenzug, euch regelmäßig auf dem Laufenden zu halten und euch bis dahin weiterhin mit schönen Wollprodukten zu versorgen.

Deal?

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Häufig gestellte Fragen

Is de merinowol van Plein Publique diervriendelijk geproduceerd?

Ja, Plein Publique stelt strenge eisen aan dierenwelzijn. Onze wol is 100% mulesing-vrij en afkomstig van boerderijen waar de merinoschapen in goede omstandigheden leven met voldoende ruimte en goede verzorging.

Waarom kiest Plein Publique uitsluitend voor mulesing-vrije wol?

Mulesing is een pijnlijk proces waarbij de huid rondom de anus van het schaap verwijderd om vliegenlarven te voorkomen. Plein Publique keurt deze praktijk af en werkt alleen samen met leveranciers die maatschappelijk verantwoord ondernemen en diervriendelijke alternatieven hanteren.